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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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1.476 € |
-44,80 € |
-3,04 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007030009 |
703000 |
- € |
- € |
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Rheinmetall-Aktie: leichte Reduzierung der Ergebnisprognose 30.04.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, stuft die Rheinmetall-Aktie (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) unverändert mit dem Votum "kaufen" ein.
Das Management sei optimistisch hinsichtlich eines Aufholens in H2. Laut CFO sei die Profitabilität des Segments (Ergebnisbeitrag von EUR 13 Mio.) durch einen Rückstand bei den vertraglichen Milestone-Zahlungen von EUR 40 Mio. belastet worden. Bei der Mehrzahl dieser Zahlungen handle es sich jedoch nicht um Ausfälle, sondern um temporäre Verlagerungen in die zweite Jahreshälfte.
Der CFO habe erwähnt, dass er für das Gesamtjahr eine Book-to-Bill-Ratio von ca. 1x erwarte. In Q1 habe diese Quote bei 0,9x gelegen. Die Auftragseingangsentwicklung könnte bald an Fahrt aufnehmen. Habe das Unternehmen in den letzten Quartalen noch recht kleine Basisaufträge verzeichnet, bestehe nun das Potenzial von fünf mittelgroßen Aufträgen in diesem Quartal: einer sei bereits eingegangen, bei den anderen beiden sei die Visibilität hoch.
Rheinmetall befinde sich in exklusiven Verhandlungen mit der australischen Regierung über die Auslieferung von 2.000 Militärfahrzeugen zzgl. Service und Ersatzteilen. Der Deal könnte sich auf bis zu EUR 1,4 Mrd. belaufen. Die Verhandlungen könnten bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden und würden Auftragseingang und -bestand weiteren Auftrieb geben. Letzterer liege derzeit bei EUR 4,5 Mrd. und somit bei 1,9x Umsatz des Segments. Die Auftragsreduzierung der Puma-Fahrzeuge für das deutsche Militär sei in diesem Wert bereits berücksichtigt worden.
Seit nunmehr acht Quartalen in Folge wachse die Top Line des Segments schneller als die Produktionszahlen für Leichtfahrzeuge in Westeuropa (die wichtigste Absatzregion des Unternehmens - das chinesische Geschäft - sei über JVs organisiert und werde daher nicht in den Absatzzahlen erfasst). Abgesehen vom letzten Quartal, als die Großkolben ein Haupttreiber des Geschäfts gewesen seien, würden die Analysten die Outperformance der Tochter Pierburg zuschreiben, die bei verschiedenen, mit dem Megatrend Emissionsreduzierung verbundenen Produkten über marktführende Positionen verfüge.
Um sich auf strengere Regulierungen vorzubereiten und mit dem zukünftigen Volumen besser umgehen zu können, habe das Unternehmen einige Anlaufkosten in Kauf genommen und zudem Ingenieure eingestellt. Die Performance des Automobilbereichs sei eindeutig förderlich für einen IPO und die Analysten hätten den Eindruck gewonnen, dass das Rheinmetall-Management dazu bereit sei und nur auf die richtigen Marktbedingungen warte.
Die Analysten hätten ihr Modell aktualisiert, was zu niedrigeren EPS-Prognosen von höchstens 5% für die kommenden drei Geschäftsjahre führe. Die Abweichung basiere in erster Linie auf vorsichtigeren Annahmen für das Segment Defence.
Mit der niedrigeren Ergebnisprognose ändere sich die Einschätzung der Analysten nicht. Trotz der schwachen Q1-Ergebnisse und einem schwierigen Sektorumfeld für das Verteidigungsgeschäft notiere die Aktie zu niedrig. Aktuell liege das KBV bei lediglich 1,1x und dies trotz einer Eigenkapitalrendite (historisch und prognostiziert) im Bereich von 12,5% bis 15%, die damit über den Kapitalkosten liege. Das Kursziel der Analysten von EUR 59 basiere auf einem DCF-Modell. Auch das FCFY-Modell (ca. EUR 50) und sogar eine SotP-Analyse unter Heranziehung der gedrückten Defence-Zahlen (ca. EUR 45) würden auf weiteres Kurspotenzial hindeuten.
Die Analysten von Warburg Research bewerten die Rheinmetall-Aktie weiterhin mit dem Rating "kaufen". Das Kursziel werde bei EUR 59,00 belassen. (Analyse vom 30.04.2012) (30.04.2012/ac/a/d)
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